Mein Motto für das Jahr 2020 war MACHEN. Und ganz ehrlich: Ich habe wahnsinnig viel gemacht in diesem denkwürdigen Jahr. Und gefühlt auch wahnsinnig viel nicht gemacht, worüber ich ein bisschen traurig bin. Und sehnsüchtig. Denn zu Letzterem zählen vor allem meine Radreisen, die in diesem Jahr nicht so stattfinden konnten, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ich brauche regelmäßige Auszeiten und möchte dann aus allem raus. Aus meiner Wohnung, aus meinem Dorf und auch gerne aus meinem Land. Ich liebe es, neue Kulturen kennenzulernen, andere Sprachen zu hören, ungewohnte Dinge zu essen. Das war dieses Jahr nicht möglich.

Trotzdem blicke ich auf ein interessantes Jahr zurück. Es gab Höhen und Tiefen, gute und schlechte Zeiten. Und jetzt spanne ich dich nicht länger auf die Folter. Wenn du wissen möchtest, was mich 2020 bewegt hat, dann lies jetzt weiter.

So hat mich die Corona-Pandemie beeinflusst

Mit der Reihenfolge meiner Themen halte ich es wie mit der Effektivität: das lästigste gleich vorneweg.

Corona und mein Business

Corona hat auch mein Business beeinflusst, positiv und negativ: Abgesagte Vor-Ort-Kunden-Meetings oder Geschäftsreisen. Meine BahnCard setzte Staub an. Nur die regelmäßigen Kundenmailings der Deutschen Bahn erinnerten mich noch an sie. Mein Arbeitspensum erhöhte sich deutlich, u. a. auch, weil ich als Mitglied eines österreichisch/schweizerischen Krisenstabes für die Kommunikation in den beiden Ländern verantwortlich war. Nebenbei begann ich, mich mit der Weiterentwicklung meines eigenen Businesses stärker zu beschäftigen.

Einerseits empfand ich das Wegfallen von Geschäftsreisen zu Beginn als erholsam. Denn Kundentermine mit Zugfahrten, Wartezeiten auf Bahnsteigen, Abendveranstaltungen und Hotelübernachtungen sind anstrengend. Andererseits war ich plötzlich abends viel müder. Nach ein paar Wochen ging mir ein Licht auf: die vielen Videokonferenzen waren schuld daran. Auf einmal gab es keine Telefonkonferenzen mehr, alles fand per Video statt. Und somit schaute ich plötzlich den ganzen Tag fern, obwohl ich doch gar keinen Fernseher habe :-).

Wie sich mein Privatleben verändert hat

Privat gab’s natürlich auch Einbußen.

Meine zwei Sportgruppen fanden nicht mehr statt.

Samstags erledigte ich die Lebensmitteleinkäufe für meine älteren Familienmitglieder.

Nebenbei nähte ich Gesichtsmasken.

Meine Freunde, die nicht gerade um die Ecke wohnen, sehe ich nach wie vor nur noch über Videochats. Im ersten Lockdown irgendwie noch erträglich, finde ich das ab November doch kaum mehr auszuhalten. Zu lange habe ich die Menschen, die mir wichtig sind, nicht mehr gesehen.

Jahresrückblick 2020: Am Bahnhof mit Maske und Homeoffice

Arbeiten in Corona-Zeiten

Website, Blog, Newsletter & Co.: meine digitale Evolution 2020

2020 ist meine Website mit allem Drum und Dran live gegangen. Ein Projekt, das mich seit Beginn meiner Selbstständigkeit begleitet. Damals wollte ich allerdings alles selber machen. Und mit fortschreitender Selbstständigkeit und immer mehr Aufträgen stellte sich die Website immer wieder hinten an. Zu Beginn des Jahres sollten die Nägel nun aber endlich Köpfe bekommen. Im Januar beauftragte ich Michaela Dyck und zwei Monate später war sie fertig.

Mit meiner Website gab’s dann endlich auch meinen eigenen Blog. Zuvor veröffentlichte ich Artikel auf LinkedIn oder XING, das allerdings nur sporadisch. Jetzt habe ich endlich einen Platz, an dem ich  schreiben kann, worüber ich möchte.

Und seit ein paar Wochen gibt es tatsächlich auch einen Newsletter. Wobei: Es gibt ihn schon, seit meine Website live ist und ich habe auch hier und da E-Mail-Adressen eingesammelt. Aber so richtig losgelegt, mit eigenem Freebie (Tipps für wirksame Angebotstexte mit Checkliste), Willkommenssequenz & Co., habe ich erst Anfang Dezember.

Auch auf den sozialen Medien bin ich deutlich aktiver unterwegs. Auf Instagram und Facebook gibt es von mir neben den privaten nun auch Business-Profile, die ich regelmäßig bespiele. Auf LinkedIn bin ich noch nicht so aktiv, wie ich mir das wünschen würde. Eine Baustelle, die ich 2021 bearbeite. Auch wenn das alles richtig viel Arbeit ist – noch macht mir das wirklich Spaß und ich möchte auch im neuen Jahr dranbleiben.

Website Blog und Instagram

Meine digitale Evolution

Was ich für mein Business gelernt habe

Lernen ist für mich sehr wichtig und deswegen versuche ich, mit meinem Business immer auf dem Laufenden zu bleiben und mich weiterzubilden. Zum einen lese ich sehr viel (dazu mehr weiter unten), zum anderen buche ich aber auch regelmäßig Kurse bei Experten. Ich habe für mich festgestellt, dass ich schneller vorankomme, wenn ich in einer Gruppe Gleichgesinnter lerne. Hier ein Überblick (unbezahlte Werbung):

Claim, Blog und mehr

Seit Januar bin ich Teil der Sympatexter Academy von Judith Peters. Es geht im Wesentlichen um das Bloggen. Denn ich wollte endlich nicht nur für meinen Kunden schreiben, sondern auch für mein eigenes Business. Absolute Empfehlung übrigens, falls du auch mit dem Bloggen anfangen möchtest. Das neue Programm startet im Januar unter neuem Namen.

Videos für mehr Sichtbarkeit

Im Februar ging’s weiter mit Videos und einem Kurs von Videoqueen Andrea Reichhart. Leider hat mich kurz danach das Leben eingeholt und ich war nicht bereit, meine Komfortzone für Videos zu verlassen. Zum Glück kann ich den Kurs nachholen. Denn: Im Januar starte ich meine ganz persönliche Video-Challenge „30 Tage – 30 Videos“ und ich werde mich zur Vorbereitung intensiv mit dem Kurs von Andrea beschäftigen.

Verkaufen, ohne zu verkaufen

Im Juni habe ich meine Sales-Mastermind abgeschlossen, ein Jahresprogramm, das viel Geld gekostet hat und mir leider nicht das gebracht hat, was ich erwartet hatte. Deswegen gibt es hier auch keinen Link zum Programm.

SEO-Grundlagen und -Auffrischung

Nach meiner Sommerpause im August ging es dann direkt mit einem SEO-Kurs weiter von Jane Schmidt, um mein SEO-Wissen aufzufrischen. Sie ist absolute Expertin auf diesem Gebiet und gibt ihr Wissen einfach und gut erklärt weiter. Auch hier eine absolute Empfehlung. Guter Mix aus Selbstlernvideos und Live-Calls.

Content strategisch planen

Weiter ging’s mit dem Content-Sprint von Heike Friedrich, um endlich auch einmal meinen eigenen Content anständig zu planen. Auch dieser Kurs war ein Mix aus Live-Calls und Selbstlern-Videos und hat mich ein ganzes Stück effizienter gemacht. Ganz besonders empfehlen kann ich Heikes gedruckten Content-Kalender, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern tatsächlich auch ganz viel Input liefert. Ich kann’s kaum erwarten, ihn endlich zu nutzen.

Produktivität verbessern

Wie ich meinen Alltag noch effizienter organisieren kann, habe ich in vier Sessions mit Sabine Menzyk gelernt. Ich würde mich eher als gut organisiert bezeichnen und trotzdem hat mir Sabine viele Ansatzpunkte aufgezeigt, an denen ich noch arbeiten kann. Sie macht das auf sehr einfühlsame Weise und so haben mir die Coachings nicht nur sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auch viele neue Impulse mitgenommen.

Newsletter und Freebie

Zum Abschluss meines Lernjahres habe ich mich spontan noch für die Newsletter-Challenge von Johanna Fritz entschieden. Bereits seit dem Launch meiner Website stand dieses Projekt auf der To-Do-Liste. Aber irgendwie fehlte mir jemand, der mich bei diesem Thema an die Hand nimmt und mir einen Tritt in den Allerwertesten verpasst. Ein Freebie (Wie du wirksame Angebotstexte schreibst) habe ich während der 21 Tage auch gleich erstellt. Johanna ist sehr motivierend und die Challenge hat super viel Spaß gemacht.

 

 

 

Jahresrückblick 2020: Auswahl Online-Kurse logos

Eine Auswahl an Kursen, die ich 2020 besucht und als absolut empfehlenswert einstufe

Meine emotionalsten Momente in 2020

Emotional war dieses Jahr, keine Frage. Ganz besonders in Erinnerung sind mir aber diese beiden geblieben:

Der Tod meines Onkels nach langer Krankheit. Obwohl wir bereits seit Wochen damit gerechnet hatten, ist es doch immer schwer, von einem geliebten Menschen endgültig Abschied zu nehmen.

Der zweite Moment war der erste Corona-Lockdown im März: Ich kann mich noch gut an den Abend erinnern. Ich saß gemütlich auf dem Sofa. Gerechnet hatte ich mit einem Lockdown, denn andere Länder wie Belgien oder Österreich waren uns voraus. Und trotzdem hat mich der Moment sehr bewegt, als der Nachrichtensprecher verkündete, dass alle nicht systemrelevanten Geschäfte geschlossen werden müssen. So etwas war für mich einfach unvorstellbar. Mit Tränen in den Augen saß ich wie gelähmt auf der Couch und wusste überhaupt nicht, was ich denken sollte. Für mich machte das zwar alles irgendwie Sinn, aber ich konnte mir nicht vorstellen, wie das all die kleinen Geschäfte, Restaurants, Hotels … schaffen sollten. Von den vielen kulturellen Veranstaltungen, Museen, Konzerten, die jetzt nicht mehr stattfanden oder geschlossen bleiben mussten, ganz zu schweigen.

Und dann waren da noch die vielen kleinen Momente, über die ich mich gefreut habe oder über die ich gelacht habe; die mich verletzt oder zum Nachdenken gebracht haben.

Zum Beispiel die Woche, in der ich mich um den Hund meiner Eltern kümmern durfte; der Handlettering-Workshop mit meiner Nichte, der uns beiden so viel Spaß gemacht hat; mein Blumenstrauß-Abonnement; dass ich mir eingestehen musste, den Handstand in diesem Jahr nicht mehr zu schaffen; meine Solo-Wochenend-Radtour an den Bodensee; der Familienausflug an den Bodensee; die vielen Kurztrips mit dem Mann und Fahrrad; Enttäuschung darüber, dass unsere geplante Radreise durch Marokko im April nicht stattfinden kann; oder Ärger über rücksichtslose Menschen, denen das Wohlergehen anderer am A… vorbeigeht, um nur einige Momente zu nennen.

Ein großes Potpourri an Gefühlen.

Jahresrückblick 2020: collage emotionale momente

Meine Auswahl emotionaler Momente

 

Was in meinem Business dieses Jahr gut lief und was nicht so

Wenn ich hier so in die Tasten haue und nebenbei meinen Kalender durchblättere, darf ich insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen. Ich habe mir viele große und kleine Ziele gesetzt – privat und beruflich – und ich habe tatsächlich auch vieles davon umgesetzt. Deswegen finde ich es auch überhaupt nicht schlimm, dass nicht alles so gelaufen ist, wie ich mir das vorgestellt habe.

Von beruflichen Erfolgen …

Für mein Business habe ich neue Kunden gewonnen – und zwar über meine Social-Media-Aktivitäten. Zu Beginn des Jahres habe ich davon nur geträumt. Ich dachte immer, das können nur die anderen, bei mir geht so etwas nicht. Falsch. Auch ich kann das. Natürlich habe ich viel Arbeit reingesteckt: regelmäßige Beiträge, kommentieren, recherchieren, strategisch planen, what have you. Ich  schüttle das auch nicht einfach aus dem Ärmel, auch wenn mir das Schreiben leicht fällt.

Mein größter Bestandskunde hat seinen Vertrag verlängert. Juhu. Zunächst nur bis Ende dieses Jahres, seit Oktober weiß ich aber, dass es 2021 bis mindestens Mai weitergeht.

Mehreren Interessenten musste ich absagen, da ich einfach nicht die Zeit für sie hatte.

Trotz Corona habe ich meine Umsatzziele erreicht.

Meine Website und mein Newsletter gingen endlich live und ich habe Business-Profile auf Instagram und Facebook gelauncht.

… und Misserfolgen

Zu Beginn des Jahres hatte ich mir vorgenommen, einen Online-Kurs zu erstellen. Daraus ist leider nichts geworden. 2021 is the year!

Leider habe ich in ein relativ teures Sales-Mentoring investiert, das sein Geld nicht wert war. Im Nachhinein war viel heiße Luft dabei und die Berater waren mir zu grün hinter den Ohren. Und nein, ich habe mich nicht von teuren Uhren oder schicken Autos rumkriegen lassen. Das ging etwas subtiler.

Jahresrückblick 2020: Arbeitsmomente

Bei der Arbeit

 

Das ist 2020 so überhaupt nicht nach Plan gelaufen

Ob Corona oder nicht: In jedem Jahr gibt es Dinge, die anders geplant waren.

Zum Beispiel wollte ich in diesem Jahr meinen ersten Online-Kurs launchen. Aber irgendwie war ich so intensiv mit meinen 1:1-Kunden beschäftigt, dass mir dazu schlichtweg keine Zeit mehr blieb.

Normalerweise arbeite ich zuhause. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf dem platten Land lebe, in dem die Landschaft überhaupt nicht platt ist. In einem Dorf, in dem es noch nicht einmal einen Einkaufsladen gibt. Normalerweise bin ich mindestens einmal im Monat für und mit Kunden unterwegs. Das hat mir in diesem Jahr sehr gefehlt. Seit März sitze ich quasi in meinem Büro zuhause und sehe meine Kunden nur noch auf dem Bildschirm. Demnächst bekomme ich den Dorfkoller.

Normalerweise  bin ich jedes Jahr mindestens zwei Monate am Stück mit dem Rad und ohne Arbeit unterwegs. Auch das ging dieses Jahr nicht. Die Radreise durch Marokko im April fiel aus. Anstelle gab’s Kurztrips im August durch Süddeutschland. Auch schön, aber eben nicht der Plan.

Und letztes Normalerweise: Viele private Unternehmungen mit lieben Freunden sind ausgefallen. Wie zum Beispiel das Wanderwochenende mit Freundin aus Belgien. Oder das Wellness-Wochenende mit einer weiteren lieben Freundin. Und last but not least das traditionelle Gänseessen im Rheingau.

Jahresrückblick 2020: Radtouren Deutschland

Eine Auswahl meiner schönsten Radtouren

Bücher, die mich in diesem Jahr gefesselt oder inspiriert haben

Ich bin ein absoluter Bücherwurm. Schon als Kind verkroch ich mich heimlich mit einer Taschenlampe unter die Bettdecke, um zu lesen. Damals teilte ich mir noch ein Zimmer mit meinem Bruder, der gerne petzte, denn schließlich sollten wir ja schlafen. Noch heute kann es passieren, dass ich mich bei einem spannenden Buch nachts dazu zwingen muss, mit dem Lesen aufzuhören, damit ich wenigstens ein paar Stunden Schlaf bekomme.

Und jetzt mache ich ein bisschen unbezahlte Werbung für Bücher, die mich in diesem Jahr besonders inspiriert haben, von denen ich gelernt habe oder die einfach nur Spaß gemacht haben.

Sachbücher, die ich spannend fand

Lean in von Sheryl Sandberg: Ein Buch über Frauen in Führungspositionen. Äußerst inspirierend. Sheryl hat mir manches Mal die Augen geöffnet und gezeigt, dass wir Frauen noch einen langen Weg vor uns haben, bis wir in der Arbeitswelt wirklich gleichberechtigt sind. Das Buch eignet sich auch, wenn du als Frau bereits dein eigenes Unternehmen führst. Es gibt da unzählige Parallelen. Ich habe das Buch übrigens auf Englisch gelesen, da ich Übersetzungen meist nicht so überzeugend finde.

Vergeude keine Krise von Anja Förster und Dr. Peter Kreuz: Ich bin ja ein Fan der beiden. Peter kenne ich persönlich und seinen Blog lese ich seit Jahren mit großer Freude. Das Buch ist ein Sammelsurium von Artikeln, Tipps, Inspirationen und mehr, optisch toll aufbereitet. Ich habe es nicht nur gelesen, sondern nutze es als Nachschlagewerk regelmäßig bei meinen eher strategischen Führungskräfte-Themen.

Texten können von Daniela Rorig: Ein absolutes Muss für alle, die im oder für ihr Business schreiben. Auch für Schreibprofis, denn ich finde, wir lernen nie aus.

 

Belletristik, um abzuschalten

A Little Life von Hanya Yanagihara: 815 Seiten voller Emotionen. Normalerweise mag ich ja so dicke Schinken nicht. Aber ich hab’s als e-Book gelesen, da fällt das nicht so ins Gewicht. Eine Geschichte über die Freundschaft zwischen vier Männern in New York. Hammer! Absolute Leseempfehlung. Gibt es mittlerweile auch auf deutsch.

The bookish life of Nina Hill: Über eine junge, introvertierte Frau, die das Lesen über alles liebt. Liest sich super gut und ist ein tolles Buch für lange Winterabende. Gemütlicher Lesesessel, Kuscheldecke, Lieblingstee und ein paar Kekse, mehr brauchst du die nächsten Stunden nicht.

Die grüne Ente von Manu Causse: Habe ich im Sommer auf dem Flohmarkt gefunden und eben erst zu Ende gelesen. Aus dem Französischen. Ich habe die deutsche Übersetzung gelesen, die sehr gelungen ist. Schöner Stil, durchgeknallte Geschichte, die viel französischen Charme versprüht.

Stapel Bücher

Bücher, die mich dieses Jahr beeinflusst haben

Mein Jahr 2020 in Zahlen

Zahlen spielen in meinem Leben eine große Rolle: Obwohl es in meinem Business vor allem um das Schreiben geht. Mein Mann macht sich oft über mich lustig, weil ich immer so viel zähle; oder auch gerne über meine vielen kleinen und großen Statistiken.

Als wir 2016 quer durch Alaska bis nach Calgary in Kanada geradelt sind, half mir diese Marotte oft dabei, die Tage zu überstehen. Wir sind damals durch traumhafte Landschaften geradelt, keine Frage. Aber mit dem Rad würde ich diese Reise nicht mehr auf mich nehmen. Die Distanzen zwischen zwei Ortschaften, die dann meist auch nur aus ein paar Häusern und einer Tankstelle bestehen, sind einfach zu groß. Die Landschaft ändert sich wenig, es geht bergauf und bergab, durch Wälder hindurch, immer auf meist gut ausgebauten Straßen ohne Verkehr. Hier und da mal ein Truck oder ein riesen Wohnmobil. Oder Bären. ⁣

Ich musste mich regelrecht zwingen, nicht alle zwei Kilometer auf meinen Tacho zu schauen. Ich zählte stattdessen die Leitpfosten am Straßenrand.

Am Jahresanfang setze ich mir regelmäßig Ziele. Im Business sind das Umsätze, Anzahl neuer Kunden, Posting-Frequenz auf Social Media oder wie viele Blogartikel ich über das Jahr verteilt schreiben möchte. Privat geht es meist um den Sport: Wie viele Kilometer möchte ich Radfahren, Laufen oder Walken? Wie viele Schritte möchte ich täglich gehen? Ich nehme mir aber gerne auch vor, wie viele Bücher ich lesen möchte.

Die Grafik gibt dir einen kleinen Überblick über meine wichtigsten Zahlen 2020. ⁣

Jahresrückblick 2020: Mein Jahr in Zahlen

Mein Jahr in Zahlen

Wofür ich dankbar bin

Es gibt viele große und kleine Dinge, für die ich in diesem Jahr dankbar bin. Einige davon möchte ich mit dir teilen. Ich bin dankbar dafür, dass

  • es meiner Familie, meinen engsten Freunden und mir gut geht;
  • aus meinem engeren Umfeld bisher niemand schlimm an Corona erkrankt ist;
  • ich ein Leben lebe, wie es mir gefällt;
  • ich größtenteils sorgenfrei lebe und mir vor allem keine Gedanken darüber machen muss, wie ich über die Runden komme;
  • ich mit tollen Kunden zusammenarbeiten darf;
  • ich in diesem Jahr meine Business-Buddies Susanne Höhne, Franziska Panter und Anna Teifel kennenlernen durfte und mich regelmäßig mit ihnen austausche;
  • dass mich mein Partner unterstützt und mir den Rücken freihält.
herz mit Fotos

Dankbar für die vielen kleinen Dinge im Leben

 

Was ich fürs Leben gelernt habe

Ich möchte mich nicht allzu oft wiederholen und deswegen geht es in diesem Abschnitt nicht um Weiterbildungen. Es geht mehr und die Dinge, die mich grundsätzlich weitergebracht haben. Um Dinge, die mir in diesem Jahr klar geworden sind.

Ich möchte dir gerne Mut machen und dir an meinem Beispiel zeigen, dass du alles schaffen kannst, wenn du an dich selber glaubst.

Das Leben ist eine Achterbahn

Und das ist gut so. Nicht immer ist der offensichtliche und gerade Weg der einzig richtige. Ich finde, dass mich Umwege weiter bringen.

Ich vergleiche das Leben auch gerne mit dem Fahrradfahren: Wenn die Straßen flach und gut geteert sind, womöglich der Wind noch in den Rücken bläst, dann kommst du schneller ans Ziel. Wenn du aber erst einen langen Berg erklimmen musst und der Gegenwind dich noch mehr ausbremst, wirst du irgendwann auch ankommen. Du brauchst allerdings deutlich länger und ein mehrfaches an Energie. Dafür bist du jedoch stolz auf deine Leistung und wirst das Ergebnis viel stärker schätzen. Der Berg wird dir noch lange in Erinnerung bleiben, während du die flache Strecke schon am nächsten Tag vergessen hast.

Versuche, die Dinge positiv zu sehen. Es gibt für alles einen Grund, warum es so läuft wie es läuft.

Ich muss nicht immer alles selber machen

Wer mich kennt weiß, dass ich seit 2012 kein Auto mehr besitze. Zunächst, weil ich keines mehr benötigte (weil auf Fahrrad-Weltreise); später, weil ich mittlerweile bewusst darauf verzichte und so nachhaltig wie möglich leben möchte. Allerdings wohne ich in einem kleinen Dorf zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald. Drei Jahre lang erledigte ich alle Einkäufe mit dem Fahrrad und quälte mich jeden Samstag mit vollbepackten Taschen fünf Kilometer einen teils sehr steilen Berg hoch. Im vergangenen Jahr gönnte ich mir dann ein e-Bike. Für die Einkäufe, für Kundentermine oder um mich mit Freunden zu treffen. So spare ich Zeit und wertvolle Energie, die ich anderweitig besser nutzen kann.

Um mein Motto MACHEN auf so vielen Ebenen wie möglich umzusetzen, habe ich mein langjähriges Projekt Website zu Beginn des Jahres endlich outgesourct. Und innerhalb von zwei Monaten ist das Küken geschlüpft. So konnte ich mich anderen Projekten zuwenden und verschwendete nicht unnötig Zeit mit Dingen, die andere besser können.

In der Gruppe komme ich schneller voran

In diesem Jahr habe ich an vielen Kursen teilgenommen. Ich habe gemerkt, dass ich in einer Gruppe Gleichgesinnter besser vorankomme. Ich bin ja sowieso Einzelkämpferin und sitze tagein, tagaus alleine in meinem Büro. Und da ist es wirklich toll, mit mehreren gemeinsam ins Tun zu kommen und von der Energie der Gruppe zu profitieren. Ich hätte niemals 22 Blogs geschrieben, einen Business-Account auf Instagram und Facebook eröffnet, geschweige denn meinem Newsletter Leben eingehaucht.

Für diese Gruppen und Mitstreiter:innen bin ich unendlich dankbar.

Gipfel Pamir-Highway mit dem Rad

Auf dem Gipfel des Ak-Baital-Passes in Tadschikistan (4.655 m)

Was nehme ich mir für 2021 vor?

Mein Motto für 2020 war MACHEN. Ein tolles Motto und ich bin froh darüber. Denn gemacht habe ich vieles. Zwar noch immer nicht alles, was ich mir vorgenommen hatte. Aber das hatte ich auch überhaupt nicht erwartet. Ich freue mich über das, was mir gelungen ist und kann dir also nur empfehlen: mit einem Motto kommst du ins Tun. Mir hat es auf jeden Fall geholfen.

2021 heißt es deswegen für mich: DRANBLEIBEN. Die Energie nutzen, die mir alle meine erreichten Ziele und mein Umfeld geben.

Für 2021 nehme ich mir natürlich auch wieder so einiges vor:

  • Mastermind-Gruppe von Marlis Schorcht
  • #WOL-Circle mit über 2.500 weiteren tollen Frauen
  • Sichtbarkeits-Challenge: 30 Tage – 30 Videos
  • The Content Society von Judith Peters
  • Mein erstes Online-Produkt geht live
  • In ein Land reisen, in dem ich noch nie zuvor war – mit dem Fahrrad.
  • 50 Bücher lesen.

Ich freue mich darauf, neue Menschen kennenzulernen, Neues zu lernen, über mich hinauszuwachsen, die Komfortzone zu verlassen, endlich wieder entferntere Freunde zu treffen, zu reisen (privat und geschäftlich), Abstandsregeln hinter mir zu lassen, zu feiern, zu umarmen….

Und ja: 2020 kann jetzt definitiv weg <3!

 

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