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Routinen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tagesablaufs. Viele Dinge machen wir immer wieder – und wir sind uns nicht einmal einer Routine bewusst. Auf den ersten Blick erscheinen Routinen langweilig, denn es geht ja darum, dass wir immer wieder, und zwar täglich, dasselbe tun. Experten sprechen von Routinen, wenn eine bestimmte Handlung mindestens an 30 aufeinanderfolgenden Tagen ausgeführt wird. Andere gehen sogar von 66 Tagen aus. Erst dann handeln wir automatisch und nicht mehr bewusst.

Wer im Homeoffice arbeitet, sollte sich gewisse Gewohnheiten aneignen, um produktiv arbeiten zu können.Von einem Tag auf den anderen arbeitest du plötzlich in deinen eigenen vier Wänden? Du hast dich noch nicht so richtig daran gewöhnt? Die folgenden Ratschläge helfen dir dabei, auch zu Hause produktiv zu sein.

 

Regel 1: Nutze die gewonnene Zeit

Wer seinen Arbeitsplatz nicht zu Hause hat, verbringt eine gewisse Zeit damit, zur Arbeit zu kommen: sei es zu Fuß, mit dem Zweirad, Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Zeit entfällt. Ich empfehle, nach wie vor zur gewohnten Zeit aufzustehen. Nutze die Zeit für dich, indem du ein inspirierendes Buch liest, einen kurzen Spaziergang machst oder einfach nur die Ruhe mit einer Tasse Tee oder Kaffee geniest. Überlege dir eine neue Routine, die dir guttut und die du vielleicht sogar beibehältst, wenn du wieder ins Büro/zur Arbeit gehst oder fährst.

 

Regel 2: Erstelle dir einen Tagesplan

Bevor du überhaupt deinen Computer startest, solltest du dir eine To-Do-Liste erstellen mit den Dingen, die du an diesem Tag erledigen möchtest. Nimm dir dafür fünf bis zehn Minuten Zeit. Alternativ kannst du die Liste auch am Vorabend machen. Überfrachte diese Liste nicht, sondern erstelle einen realistischen Tagesplan. Versuche, dich daran zu halten und lass dich nicht zu sehr ablenken. Wenn ich zum Beispiel einen Blog schreibe, schalte ich mein E-Mail aus und das Telefon auf stumm. So kann ich produktiv arbeiten.

 

Regel 3: Dein neuer Arbeitsplatz sollte dir gefallen

Das gilt jetzt vor allem für diejenigen, die nur vorübergehend ins Homeoffice umziehen. Suche dir einen Platz aus, an dem du gerne bist und an dem du ab jetzt arbeitest. Das sollte auf keinen Fall dein Bett sein, wenn möglich auch nicht das Sofa. Also ein (Schreib-)Tisch mit bequemem Stuhl. Richte dir einen Arbeitsplatz ein, an dem du ungestört bist. Ausreichend Tageslicht ist ideal, damit du weitestgehend auf künstliche Beleuchtung verzichten kannst. Schön ist es, wenn du nicht auf eine Wand starrst und deinen Gedanken freien Lauf lassen kannst.

 

Regel 4: Lege deine Arbeitszeiten fest

Zuhause läufst du leicht Gefahr, ununterbrochen von früh morgens bis spät abends zu arbeiten. Morgens werden kurz nach dem Aufstehen erst einmal E-Mails gecheckt, vielleicht sogar die ersten direkt beantwortet. Das geht dann den ganzen Tag über so weiter, der letzte Blick aufs Laptop erfolgt kurz bevor du ins Bett gehst. Eine der schlechtesten Gewohnheiten, die du tunlichst vermeiden solltest. Beginne deine Arbeit zur gleichen Zeit wie immer – egal ob zuhause oder im Büro. Oder aber beginne früher, höre dann aber selbstverständlich auch früher auf. Idealerweise schaltest du Laptop oder Computer am Ende deines Arbeitstages direkt aus, dann kommst du überhaupt nicht mehr in die Versuchung, nochmal schnell etwas nachzuschauen. Das gilt natürlich auch für dein Smartphone, das dir dein Arbeitgeber zur Verfügung stellt.

 

Regel 5: Vergiss den Schlabber-Look

Ich weiß, es ist verlockend, den ganzen Tag in Jogginghose und Sweatshirt zu verbringen. Für wen sollst du dich denn auch ‚herausputzen‘? Sieht ja eh keiner. Falsch. Zum einen erfreuen sich Videokonferenzen großer Beliebtheit und ein zu legerer Auftritt kommt vielleicht doch nicht so gut an. Zum anderen kannst du hier eine Grenze zwischen Arbeit und Privatem setzen, indem du dein Äußeres entsprechend anpasst. Und damit meine ich nicht, dass du in Kostüm oder Anzug vor dem Laptop sitzen musst, aber die Jogginghose sollte es eben auch nicht sein. Ich finde, dass ein angemessenes, dem Beruf entsprechendes Erscheinungsbild auch den Respekt für meinen Arbeitgeber oder Kunden ausdrückt. Auch wenn sie mich nicht sehen können. Jogginghose & Co. sind bei mir nur erlaubt, wenn es mir nicht gut geht, ich aber trotzdem arbeiten muss.

 

Regel 6: Mache regelmäßige Pausen

Auch das schleicht sich ganz schnell ein: Du arbeitest fast ununterbrochen und plötzlich sind drei, vier Stunden vergangen, ohne dass du dich vom Computer wegbewegt hast. Das ist schlecht. Mache regelmäßige Pausen. Mindestens alle 90 Minuten. Zehn Minuten reichen schon. Stehe auf, laufe durch die Wohnung, räume die Geschirrspülmaschine aus, hänge deine Wäsche auf oder genieße einfach nur den Blick aus dem Fenster. Entspannungs-, Atem- oder Lockerungsübungen finde ich persönlich sehr schön. Mache, was dir Spaß macht oder was dich ablenkt, Hauptsache du arbeitest nicht. Du wirst sehen, dass du dann gleich viel produktiver bist.

 

Beherzige meine Ratschläge und mache sie dir zur Gewohnheit. Bald wird es dir sicherlich deutlich leichter fallen, von zu Hause aus zu arbeiten. Du musst nicht gleich alles sofort umsetzen, fange damit an, was für dich einfach ist und womit du dich gut fühlst. Du wirst sehen, du wirst jeden Tag ein bisschen besser werden und dich schnell an die neue Arbeitsweise gewöhnen.

Falls du Führungskraft bist und dein Team jetzt im Homeoffice arbeitet, habe ich dir viele weitere Tipps zusammengestellt.

Jetzt bin ich gespannt auf deine Rückmeldungen. Hast du dich schon an deine neue Arbeitsumgebung gewöhnt? Was fällt dir zu Hause besonders schwer?

Ich freue mich, von dir zu hören.

Bis bald,

Bärbel